Musik im Straßenverkehr – höchste Vorsicht ist geboten

Die Verlockung ist groß, wie beim spazieren gehen, immer und überall Kopfhörer zu tragen. Gerade viele junge Menschen haben sich angewöhnt, den ganzen Tag, zumindest in einem Ohr, einen Ohrstöpsel zu tragen. Solange dies den Alltag oder die Arbeit nicht stört sei es jedem gegönnt und persönliche Angelegenheit. Wenn es aber beginnt, das Umfeld und die Mitmenschen zu beeinträchtigen, wird´s kritisch, besser gesagt „gefährlich“.

So wurde z.B. erst kürzlich nach einer Studie des ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil Club) bekannt, dass die meiste Zahl von Unfällen mit Radfahrern auf ihren Gebrauch von Kopfhöhrern zurückzuführen ist. Natürlich wären auch Motorradfahrer davon betroffen, die ihre Ohrstöpsel einfach unterm Helm tragen. Dabei bedeutet insbesondere zu laute Musik eine erhebliche Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit, weil Geräuche und akustische Signale im Verkehr nicht mehr wahrgenommen werden. Das ist nicht nur für den Fahrer selbst, sondern auch für die anderen Verkehrsteilnehmer extrem gefährlich.

Es ist aber nicht nur das Hören der Musik selbst, was unaufmerksam oder beinahe taub macht und ablenkt, viel schlimmer wird es, wenn Lieder oder Musikstücke aufhören und das Gesuche nach dem nächsten Lieblings-Song losgeht. Hier sind wir dann auch beim Autofahrer, der evtl. in der Mittelkonsole oder im Handschuhfach eine neue CD oder USB-Stick sucht. Das Gleiche gilt natürlich auch für Rad- oder Motorradfahrer die ihr Smartphone in die Hand nehmen (oder am Lenker befestigt) in Verzeichnissen nach neuer Musik suchen. Das kann 100(0) mal gutgehen. Nur wenn´s beim 10(0)1. Mal knallt, ist das Chaos perfekt.

Darum an dieser Stelle ein bitte „sehr ernst“ zu nehmender Hinweis: Wer auf eine gewisse Geräusch- bzw. Musikkulisse im Hintergrund nicht verzichten kann, sollte äußerst bedacht damit umgehen. Es wäre am besten, auf Dinge wie das gute alte Radio (Lieblingssender) zurückzugreifen, oder eine gesamte CD zu hören, die nicht schon am Ende angelangt ist, bevor man sein Ziel erreicht. Hörbücher und Sprachkurse sind ebenfalls nicht zu empfehlen, da sie normalerweise sehr viel Aufmerksamkeit und Konzentration fordern.

Also dann: Gute Fahrt!