Seit Beginn der 90er Jahre kam in Deutschland viel Bewegung in die Musik-Szene. Durch die Wiedervereinigung kam der Eurodance auf. Deutsche Produktionsbands wie „ATC“, „Culture Beat“ oder „Snap!“ eroberten die Charts. House-, Hip-Hop- und Trance-Musik kamen ebenfalls nach Deutschland und die „Love-Parades“ in Berlin waren gigantische Spektakel, die sich bis 2010 hielten. „Die Fantastischen 4“ feierten einen Riesenerfolg mit „Die da!“, die Girly Band „Tic Tac Toe“ provozierten mit ihrem Song „Ich find dich scheiße“. Die westberliner Gruppe „Die Ärzte“ schaffte es zum ersten Mal auf den Platz der beliebtesten deutschen Bands. Die deutsche Punk-Band „Die Toten Hosen“ feierten weitere Hits und „Xavier Naidoo“ wurde so richtig berühmt, „Herbert Grönemeyer“ und „Marius Müller-Westernhagen“ füllten immer mehr Stadien. Die 90er waren in Deutschland eine echte Zeit des musikalischen Umbruchs und Experimentierens. Es formierte sich ebenfalls die „Neue Deutsche Härte“ (Hard-/Metal-Rock), in Anlehnung an die „Neue Deutsche Welle“, der nach wie vor Bands wie „Rammstein“, „Oompf“ und „Sperm“ angehören.

Nach dem Jahrtausendwechsel kamen immer mehr innovative Gruppen auf, die ihren eigenen Stil gefunden hatten. Die Liste wäre sehr lang, darum nur einige wenige, die absolut herausstechen: „Yvonne Catterfield“, „No Angels“, „Juli“ und „Tokio Hotel“. Später kamen „Ich & Ich“, „DJ Ötzi“ und „Sportfreunde Schiller“ dazu. Auch das Electro-Pop Duo „2Raumwohnung“ feierte die ersten Erfolge. Ab 2010 erschien dann „Unheilig“ mit seinem Lied „Geboren um zu leben“ am deutschen Musik-Himmel, die deutsch-türkische Sängerin „Elif“ landete mit ihrem Hit „Unter meiner Haut“ einen Megaerfolg. Neben „Helene Fischer“, die mit ihrem Superhit „Atemlos“ die Welt eroberte ist auch „Mark Forster“ seit 2012 immer weider in den Charts vertreten.

Als neue, innovative Interpreten seit 2000 müssen auf jeden Fall Gruppen wie „Cro“, „Seeed“, „Silbermond“, „Revolverheld“, „Stereocat“, „Clueso“ und „Bausa“ genannt werden. Ebenfalls sehr bemerkenswert sind die Einzelinterpreten „Joris“, „Jan Delay“, „Abel Tawil“, „Max Giesinger“ und „Lotte“.

Derzeit nimmt der „Reggaeton“ als neues Rhythmuselement aus Lateinamerika Einzug in die deutsche Schlager- und Popmusik. Es bleibt abzuwarten, was daraus wird.