Deutsche Evergeens, unsterbliche Schlager und Party- und Fetenkracher

Deutschland hat natürlich, wie jedes andere Land auch, seine klassischen Lieder, die zu den religiösen Festen wie Weihnachten, Ostern oder in der Adventszeit gesungen werden. Auf Geburtstagsfeiern oder auf Sportfesten hört man immer die gleichen Ständchen, und im Fußball hat jeder Club seine eigene Hymne. In vielen deutschen Regionen hat der Karneval, meist im Februar auch eine hohe Bedeutung. Gerät man zum Fasching in eine der Karnevalshochburgen, kommt einfach niemend um Lieder wie „Drink doch ene mit“, „Da steht ein Pferd auf´m Flur“ oder „De Höhner“ herum.

Wer in Deutschland mal auf einer Hochzeitsfeier oder Privatpartys war, wird festgestellt, dass dort neben aktuellen Hits, zu bestimmten Gelegenheiten, auch alte Lieder zu hören sind. So hört man z.B. auf Hochzeiten fast immer irgendwann „Marmor, Stein und Eisen bricht“ (Draffi Deutscher), „1000 und 1 Nacht“ (Klaus Lage) oder „Er gehört zu mir“ (Marianne Rosenberg). Das sind die ewigen deutschen Schlager, die wegen ihres Textes, also Inhalts, einem bestimmten Ereignis zugeordnet werden.

Diese kuriosen „Einspieler“ dienen dazu, in etwas flauen Phasen der Feier, wenn weniger getanzt wird, die Stimmung wieder anzuheizen. Da dürfen dann ewige Originale wie „Blau, blau blüht der Enzian“ (Heino), „Anita“ (Costa Cordales) oder „Fiesta Mexicana“ (Rex Gildo) nicht fehlen.

Wo, wann, welches Lied gespielt wird, hängt davon ab, was dem Gastgeber gefällt, oder regionalbedingt angesagt ist. Falsch ist in jedem Fall zu denken „Wo bin ich denn hier gelandet?“, denn gerade diese „Evergreens“ motivieren urplötzlich den Großteil der Gäste mitzusingen oder zu tanzen. Außenstehende fragen sich dann zwar schon mal, was grad´ abgeht, ist aber völlig normal.

Zu den Uralt-Klassikern gehören u.a. Schlager wie „Ich will keine Schokolade“ (Trude Herr) oder der „Babysitter Boogie“ (Ralf Bendix). Lieder wie „Da, da, da (Trio), „99 Luftballons“ (Nena) und „Mayor Tom“ (Peter Schilling) sind seit der „Deutschen Welle“ in den 80ern Kult in Deutschland und werden immer und überall geträllert. Etwas neuer ist das „Fliegerlied“ (Tim Toupet), deshalb aber auf keinen Fall weniger gut.